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Kosten, Stand Oktober 2026

Photovoltaik und Wärmepumpe: Kosten der Kombination

Richtwerte für PV-Anlage, Stromspeicher und Wärmepumpe, was davon gefördert wird und wie Sie die Amortisation realistisch einschätzen.

Was kostet Photovoltaik mit Wärmepumpe?

Laut Bosch Österreich kostet eine PV-Anlage mit 10 kWp ca. € 12.000 bis 16.000 und eine Einfamilienhaus-Wärmepumpe mit Installation ca. € 20.000 bis 40.000. Zusammen ergibt das rund € 32.000 bis 56.000, mit Stromspeicher ca. € 5.000 bis 10.000 mehr. Für die Wärmepumpe gibt es beim Kesseltausch € 5.000 vom Bund.

Die Spanne ist groß, weil sich die Projekte stark unterscheiden: Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe im Neubau ist günstiger als eine Erdwärmepumpe mit Tiefenbohrung im Altbau, eine kleine PV-Anlage auf dem Garagendach günstiger als eine große auf einem verwinkelten Dach. Der Klima- und Energiefonds nennt für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe inklusive Installation rund € 23.000.

Einfamilienhaus mit Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und Wärmepumpe an der Hauswand
Kostenübersicht

Photovoltaik-Wärmepumpe: Kosten nach Bausteinen

BausteinRichtwertHinweis
PV-Anlage 10 kWpca. € 12.000 bis 16.000Bosch Österreich
Stromspeicherca. € 5.000 bis 10.000Bosch Österreich, optional
Wärmepumpe Einfamilienhaus inkl. Installationca. € 20.000 bis 40.000Bosch Österreich, je nach System
Luft-Wasser-Wärmepumpe inkl. Installationca. € 23.000Klima- und Energiefonds 2024
Eigener Wärmepumpen-Zählerca. € 90 pro JahrMehrkosten laut Bosch Österreich
Bundesförderung Wärmepumpeminus € 5.000Pauschale Kesseltausch, Neuauflage 2026

Stand Oktober 2026. Herstellerangaben und Richtwerte, keine Angebote. Die Summe "rund € 32.000 bis 56.000" ist unsere Addition der Spannen für PV und Wärmepumpe.

Laufende Kosten: was die Wärmepumpe verbraucht

Ein Rechenbeispiel von Bosch Österreich geht von 120 m² Wohnfläche und 25 Cent je kWh aus. Steht das Haus als Neubau mit 10.000 kWh Wärmebedarf da, kommt eine Luft-Wärmepumpe mit Jahresarbeitszahl 3,5 auf rund 2.857 kWh Strom oder ca. € 714 jährlich. Beim Altbau mit doppeltem Wärmebedarf von 20.000 kWh verdoppelt sich auch der Stromverbrauch auf rund 5.714 kWh, das ergibt etwa € 1.428. Jede Kilowattstunde davon, die Ihre PV-Anlage liefert, müssen Sie nicht zukaufen.

Wie viel das ist, hängt vom Zeitpunkt ab. Im Sommer kann die Anlage einen großen Teil des Warmwasserstroms decken, im Winter wenig. Für 2026 nennt ein Vergleichsportal Haushaltsstrompreise von rund 21 bis 25 Cent je kWh brutto, je nach Bundesland und Tarif.

Amortisation: Zahlen richtig lesen

PV Austria nannte 2024 für eine typische 7-kWp-Anlage eine Amortisation von rund 10 Jahren, in Kombination mit Wärmepumpe von etwa 7 Jahren. Damals lag der Netzstrompreis bei rund 33 Cent je kWh. Ist Strom günstiger, spart jede selbst verbrauchte Kilowattstunde weniger, und die Amortisation dauert länger. Die Richtung bleibt: Mit Wärmepumpe wird mehr Sonnenstrom im Haus genutzt, und das verbessert die Rechnung der PV-Anlage.

Welche Wärmepumpe passt zur PV-Anlage?

Grundsätzlich lässt sich jede Wärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren. Für die Gesamtkosten zählt vor allem, wie effizient sie arbeitet. Der OÖ Energiesparverband empfiehlt für Erdreich- und Grundwasser-Wärmepumpen eine Jahresarbeitszahl von mindestens 4, für Luft-Wärmepumpen mindestens 3,5. Eine Erdwärmepumpe kostet in der Anschaffung mehr, weil die Wärmequelle erschlossen werden muss, braucht dafür im Winter, wenn die PV-Anlage wenig liefert, weniger Netzstrom. Welche Variante sich für Ihr Grundstück rechnet, zeigt erst der Vergleich konkreter Angebote.

So halten Sie die Kosten im Griff

  • Wärmepumpe effizient planen: Schon ein Sprung der Jahresarbeitszahl von 3 auf 4 spart laut klimaaktiv etwa ein Viertel der Stromkosten.
  • PV passend dimensionieren: klimaaktiv nennt 5 bis 10 kWp als wirtschaftliche Größe für Einfamilienhäuser, siehe PV-Größe.
  • Speicher kritisch prüfen: Ein Warmwasserspeicher nimmt Sonnenstrom als Wärme auf. Ob ein Batteriespeicher zusätzlich lohnt, lesen Sie unter Steuerung und Stromspeicher.
  • Förderung rechtzeitig sichern: Registrierung für die Wärmepumpen-Pauschale vom 2. November bis 31. Dezember 2026. Details unter Förderung.
  • Angebote vergleichbar machen: Gleiche Anlagengröße, gleiche Wärmepumpenleistung, gleicher Montageumfang.
Komplettpaket oder getrennt? PV und Wärmepumpe können von einem Betrieb oder von zwei Fachbetrieben kommen. Wichtig ist, dass jemand die Steuerung abstimmt. Mit unserer Anfrage kommen Sie zu bis zu drei Angeboten für die Kombination.

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