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Förderung, Stand Oktober 2026

Photovoltaik Förderung 2026 und Wärmepumpe: was jetzt noch möglich ist

Welche PV-Förderungen 2026 gelaufen sind, was ausgelaufen ist und welche Förderung es für die Wärmepumpe noch gibt. Mit Links zu den offiziellen Stellen.

Der Stand in Kürze

Für Photovoltaik ist 2026 derzeit keine Bundesförderung offen: Die drei EAG-Calls sind vorbei, der Nullsteuersatz gilt nicht mehr. Wärmepumpen werden dagegen weiter unterstützt: Ersetzt eine Wärmepumpe eine fossile Heizung, gibt der Bund € 5.000 pauschal, Registrierung vom 2. November bis 31. Dezember 2026.

  • EAG-Investitionszuschuss 2026: alle Calls beendet, Calls 2027 noch offen
  • Nullsteuersatz für PV-Module: 2026 nicht mehr gültig
  • Wärmepumpe: € 5.000 Pauschale in der Neuauflage Kesseltausch 2026
  • Sanierungsoffensive 2027: Start 4. Jänner 2027, Antrag vor der Umsetzung, Details im Dezember 2026
Photovoltaik

EAG-Investitionszuschuss 2026: so sah die PV-Förderung aus

Die Calls 2026 liefen von 23. April bis 11. Mai, von 16. bis 30. Juni und von 8. bis 22. Oktober 2026. Die Fördersätze als Orientierung für künftige Runden:

KategorieAnlagengrößeFördersatz 2026
Abis 10 kWp€ 150 je kWp
Büber 10 bis 20 kWp€ 140 je kWp
Cüber 20 bis 100 kWpmax. € 130 je kWp
Düber 100 bis 1.000 kWpmax. € 120 je kWp
Stromspeichernur zusammen mit PV€ 150 je kWh

Stand der Quelle 21.1.2026. Zusätzlich gab es laut WKO seit 23.6.2025 einen "Made in Europe"-Zuschlag von bis zu 30 %, je 10 % für Module, Wechselrichter und Speicher. Ob diese Sätze 2027 weitergelten, ist offen.

Nullsteuersatz: seit 2025 ausgelaufen

Lange waren PV-Module für private Anlagen von der Umsatzsteuer befreit. Laut Bundesministerium für Finanzen endete dieser Nullsteuersatz grundsätzlich mit 31. März 2025. Bis 31. Dezember 2025 galt er nur noch für Verträge, die vor dem 7. März 2025 abgeschlossen wurden. Für Anlagen, die 2026 gekauft werden, fällt wieder Umsatzsteuer an. Ältere Rechenbeispiele ohne Umsatzsteuer sind deshalb nicht mehr aktuell.

Förderung für die Wärmepumpe: Bund

Ersetzt eine Wärmepumpe im Ein-, Zwei- oder Reihenhaus eine Öl-, Gas-, Kohle- oder Stromdirektheizung, gibt der Bund im Rahmen der neu aufgelegten Aktion Kesseltausch pauschal € 5.000. Anmelden können Sie sich ab 2. November und bis spätestens 31. Dezember 2026; was ab 7. Oktober 2026 umgesetzt wurde, zählt mit. Infrage kommen Luft-, Sole- und Grundwasser-Wärmepumpen, die Heizkörper oder Fußbodenheizung mit maximal 55 °C Vorlauf versorgen.

  • Mit neu gebohrter Erdsonde oder neuem Brunnen kommen € 5.000 Bohrbonus dazu
  • Der Solarbonus über € 2.500 gilt nur für Solarthermie ab 6 m²; Photovoltaik allein zählt nicht, PVT-Hybridkollektoren schon
  • Geräte mit Kältemittel-GWP über 750 fallen heraus, bei Luft-Wasser-Wärmepumpen mit 150 bis 750 wird um 20 % gekürzt
  • Landesförderung zusätzlich möglich, wenn das Bundesland mitspielt
  • Nicht kombinierbar mit "Sauber Heizen für Alle"; diese Aktion ist für 2026 ohnehin geschlossen

Ab 4. Jänner 2027 soll die nächste Sanierungsoffensive laufen, dann mit Antrag vor Baubeginn. Beschlossen werden die Richtlinien dafür erst im Dezember 2026.

Landesförderung: Beispiel Oberösterreich

Oberösterreich verknüpft seine Wärmepumpenförderung ausdrücklich mit Sonnenenergie. Voraussetzung ist unter anderem eine PV-Anlage ab 3 kWp, alternativ eine thermische Solaranlage ab 6 m² oder zehn Jahre 100 % Ökostrom. Dazu kommen SG-Ready, Wärmemengenzähler und separater Stromzähler. Gefördert werden Luft-Wasser-Wärmepumpen mit € 100 je kW Nennwärmeleistung, höchstens € 1.700. Die Aktion läuft bis 31. Dezember 2026 nach Maßgabe der Mittel, der Antrag wird nach der Umsetzung gestellt, die Bundesförderung kann zusätzlich genutzt werden.

Für die anderen Bundesländer gilt: Konditionen ändern sich häufig, und viele Programme setzen eigene Bedingungen. Prüfen Sie die aktuellen Konditionen bei Ihrem Land oder bei der Energieberatung, bevor Sie bestellen.

Was das für Ihre Planung heißt

Ohne PV-Zuschuss rechnet sich die PV-Anlage vor allem über den Eigenverbrauch, und genau da hilft die Wärmepumpe. Wie Sie den Eigenverbrauch erhöhen, lesen Sie unter Steuerung mit Photovoltaik; was das Paket kostet, unter Kosten von PV und Wärmepumpe. Wer die Wärmepumpenförderung 2026 nutzen will, sollte die Registrierungsfrist bis 31. Dezember 2026 im Blick behalten.

Hinweis: Eine Förderzusage können nur die Förderstellen geben, nicht wir. Verbindlich sind deren Unterlagen; diese Übersicht gibt den Stand Oktober 2026 wieder.
FAQ

Fragen zur Förderung von PV und Wärmepumpe

Gibt es 2026 noch eine Förderung für Photovoltaik?

Den EAG-Investitionszuschuss gab es 2026 in drei Calls: 23. April bis 11. Mai, 16. bis 30. Juni und 8. bis 22. Oktober 2026. Alle drei sind vorbei. Ob und wann es 2027 neue Calls gibt, war im Oktober 2026 noch nicht geklärt. Prüfen Sie die aktuellen Konditionen auf oesterreich.gv.at.

Gilt der Nullsteuersatz für PV-Anlagen noch?

Nein. Laut Bundesministerium für Finanzen endete der Nullsteuersatz für Photovoltaikmodule grundsätzlich mit 31. März 2025, bis Ende 2025 nur noch für Verträge vor dem 7. März 2025. 2026 fällt wieder Umsatzsteuer an.

Zählt die PV-Anlage für den Solarbonus beim Kesseltausch?

Nein. Der Solarbonus von € 2.500 gilt für thermische Solaranlagen ab 6 m². Eine reine Photovoltaikanlage zählt laut FAQ nicht dazu, PVT-Hybridkollektoren, die Strom und Wärme erzeugen, können berücksichtigt werden.

Was zahlt der Bund für die Wärmepumpe?

Ersetzt sie eine fossile Heizung, gibt es in der neu aufgelegten Aktion Kesseltausch pauschal € 5.000; angemeldet wird von 2. November bis Ende Dezember 2026. Landesgeld darf grundsätzlich dazukommen, wenn das Land das vorsieht. Als Starttermin für 2027 ist der 4. Jänner genannt.

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